Ehrenamt

Das große Ausmaß an ehrenamtlichem Engagement, das von Verbänden, Vereinen, Kirchen und vielen privaten Personen geleistet wird, ist eine der großen Stärken im südlichen Emsland. Im letzten Jahr konnten wir unter dem Eindruck der vielen Flüchtlinge und Migranten, die binnen kurzer Zeit zu uns gekommen sind, erleben, wie wichtig dieses zivilgesellschaftliche Engagement für uns ist. Ohne die ehrenamtlichen Helfern und die damit zusammenhängenden Strukturen, in denen sie schon lange organisiert sind, wäre vieles nicht möglich gewesen. Aber auch abseits tagesaktueller Ereignisse wird oft ungesehen enormes, gerade im sozialen Bereich, geleistet. Ehrenamtliches Engagement ist keine Selbstverständlichkeit und wird heutzutage zunehmend von intensiven Berufstätigkeiten, enger gelegten Studiengängen, vermehrten Nachmittagsunterricht für Schüler und der häufigeren Doppelbelastung von Arbeit und Familie unter Druck gesetzt. Umso wichtiger ist es dem Ehrenamt keine unnötigen Hürden in den Weg zu legen, sondern es unkompliziert und zeitnah zu unterstützen. Wir sehen in der Stärkung und Erhaltung des Ehrenamtes eine große Aufgabe für die kommunale Politik, letztlich auch um die soziale Verbundenheit unserer Region für die Zukunft zu sichern.  

Jugendförderung

Die Jugendförderung in unserer Region findet über zahlreiche Kanäle und Institutionen statt, die die Vielfalt unserer Region von städtischen Gebieten bis hin zu kleinen Gemeinden widerspiegelt und unglaublich wertvoll für die Heranwachsenden in der Region sind. Jugendkeller, Zeltlager und die sportliche Jugendförderung sind, neben vielen anderen, eine wertvolle Bereicherung, und benötigen den politischen Rückhalt, den sie verdienen. Wir engagieren uns seit Jahren für den Erhalt und die Intensivierung der Jugendförderung und werden den vielen Aktiven in der Jugendarbeit auch weiterhin politisch Gehör verschaffen. Dabei gilt es besonders die finanzielle Förderung der bestehenden Angebote seitens der Kommunen aufrecht zu erhalten. 

Integration

Integration ist eine der großen Zukunftsherausforderungen überall in unserem Land. Schon heute leben viele Menschen mit einem Migrationshintergrund im südlichen Emsland, von denen viele bestens integriert sind, arbeiten oder als Unternehmer selber Arbeitsplätze schaffen. Aber auch bei uns ist Integration nicht immer geglückt. Angesichts der anhaltenden, und mit Hinblick auf die Demographie, notwendigen Zuwanderung, müssen wir deshalb zukünftig noch besser werden. Integration ist für uns dabei mehr als Spracherwerb und Beschäftigung. Uns geht es um echte Teilhabe, um ein Leben miteinander und nicht nebeneinander vorbei. Anhänger eines allzu romantischen Multikulturalismus sind wir daher nicht. Wir wollen keine kulturelle Segregation, bei der die Leute unter sich und in der Kultur ihrer Heimat verortet bleiben, sondern stattdessen, dass es selbstverständlich ist, das Zugewanderte und Alteingesessene in den selben Vereinen und Verbänden aktiv sind und miteinander ihre Freizeit gestalten. Politisch heißt es daher neben den vordringlichsten Aufgaben bezüglich Sprachfähigkeiten und Arbeitsmarkt, die Zivilgesellschaft mit ihren vielen Angeboten für Zuwanderer zu öffnen und auf der anderen Seite die Zugewanderten selbst für diese Gesellschaft offen zu machen. Dies kann nur vor Ort durch beständigen Fokus auf dieses Thema geschehen. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir so Zuwanderung auch weiterhin zu einem Erfolg für unsere Region machen können. 

Wirtschaft & Landwirtschaft

Das südliche Emsland hat in den vergangenen Jahrzehnten einen in Niedersachsen fast beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg erlebt. Diesen verdanken wir vornehmlich dem ansässigen Mittelstand, der Landwirtschaft und den ansässig gewordenen Industrien. Hier wird die Wertschöpfung generiert, die die Kaufkraft für die vielen angeschlossenen Dienstleistungsbetriebe, Handwerk und Handel erst schafft. Fast alle Bürger unserer Region profitieren daher massiv von diesen Wirtschaftszweigen. Sie zu fördern und zu erhalten muss zentraler Bestandteil unserer Politik in den Kommunen sein. Mit Sorge betrachten wir daher, dass insbesondere den Industriefirmen aus dem Bereich der Energiebranche und der Landwirtschaft aus einer bestimmten politischen Richtung immer wieder ungerechtfertigte und unsachliche Kritik entgegengebracht wird. Wir stellen uns daher klar hinter die Industrie und die Landwirtschaft im südlichen Emsland. Insgesamt wollen wir die Wettbewerbsfähigkeit im südlichen Emsland weiter heben, dafür ist eine kluge Strukturpolitik zum Beispiel im Hinblick auf die Gewerbegebiete nötig, die eng mit der Infrastrukturpolitik verzahnt werden sollte. Gleichzeitig müssen auch wir uns auf einen Strukturwandel in unserer Region vorbereiten, der langfristig besonders die ansässige Energiebranche verändern wird. Daher gilt es die Ansiedlung neuer Industrien und Dienstleistungen zu forcieren. Es müssen nun neue, innovative und zukunftsorientierte Ziele gesetzt und auch neue Wege eingeschlagen werden.

Verkehr / Infrastruktur

Verkehrswege und infrastrukturelle Substanz sind zentrale Determinanten für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung unserer Region. Investition in den Erhalt und den Ausbau unserer Infrastruktur sind daher im Interesses aller Arbeitnehmer und letztlich aller Einwohner. Leider wird es zuzunehmend schwieriger für die entsprechenden Investitionen und Maßnahmen kurzfristige Akzeptanz zu generieren. Die „EmslandArena“ sei hier als Beispiel genannt. Dabei sind es gerade die jungen Menschen, die darauf angewiesen sind, dass unsere Region auch in Zukunft wirtschaftlich stark und wettbewerbsfähig ist. Wir sind daher klare Unterstützer von weiteren Investitionen in Infrastruktur und Verkehrswege, dabei muss vor allem die flächendeckende Erschließung des südlichen Emslands mit qualitativ hochwertigen Straßen und die Instandhaltung der öffentlichen Infrastruktur, auch mit Hinblick auf Kindergärten, Schulen und Turnhallen, priorisiert werden.

ÖPNV

Der Öffentliche Personennahverkehr ist vor allem mit Hinblick auf junge Menschen von zentraler Bedeutung. Mobilität ist eine der Grundlagen für ein selbstbestimmtes Leben. Ein eigenes Auto ist dabei besonders für Auszubildende, Studenten und Berufseinsteiger eine kaum zu stemmende Investition und zudem Heranwachsenden unter 18 Jahren, unter ihnen bereits viele Auszubildende, nicht alleine zugänglich. Gleichzeitig stehen wir vielfach vor dem Problem, dass Angebote, wie feste Busrouten besonders in ländlichen Gemeinden oder zu besonders frühen bzw. späten Zeiten unrentabel sind. Hier sind intelligente und flexible Lösungen notwendig, um den zweifelsfrei bestehende Bedarf an öffentlichem Nahverkehr flächendeckend und für angemessene Zeiträume zu gewährleisten. Diese Lösungen müssen wirtschaftlich langfristig durch die Gemeinden und Betriebe tragfähig bleiben. Andernfalls werden die geschaffenen Strukturen permanent hinterfragt werden und somit die nötige Akzeptanz verlieren. Dass flexible und tragfähige Lösungen möglich sind zeigt, das „Lili System“ in Lingen. Solche Lösungen sind nicht immer einfach und müssen daher politisch gewollt, angestoßen und fokussiert werden. Hierin sehen wir unsere besondere Verantwortung.

Förderung junger Unternehmer

Auch unsere Region ist nicht von allgemeinen wirtschaftlichen Veränderungen ausgenommen, daher ist es geboten jungen Unternehmern bestmögliche Bedingungen zu schaffen, damit neue Betriebe und damit Arbeitsplätze entstehen können. Insgesamt gilt es hier besonders Existenzgründern die größtmögliche Unterstützung von kommunaler Seite aus zu geben und Verwaltungshemmschwellen zu reduzieren.

Wohnen & Wohnraum

Das Thema Wohnen ist insbesondere für die junge Generation ein Thema von zentraler Bedeutung. Wer junge Leute und Familien an die Region binden möchte, der muss auch dafür Sorge tragen, dass ausreichend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Mit Augenmaß ist deshalb eine Ausweisung neuer Baugebiete in den einzelnen Kommunen, genauso wie eine Nachverdichtung nicht per se auszuschließen. Insbesondere gilt es, Bau- und Wohnflächen dort zu schaffen, wo Zuzug zur Erhaltung und Verbesserung der örtlichen Infrastruktur notwendig ist. Insbesondere Schulen und Kindergärten sind auf künftige Generationen angewiesen. Zudem bekräftigen wir unsere Forderung ausreichend bezahlbaren Wohnraum insbesondere für Auszubildende, Studenten und Berufsanfänger vozuhalten. Wer eine nachhaltige Entwicklung unserer Region möchte, der ist auf die Generationen der Zukunft angewiesen!

Breitband

Die weitere Erschließung des Emslands mit schnellem Internet ist eine infrastrukturelle Kernaufgabe für die kommenden Jahre. Hier hängt Deutschland und insbesondere Niedersachsen immer noch stark hinter anderen Nationen und Bundesländern zurück. Für die sich fortschreitend entwickelnde Industrie 4.0, aber auch für moderne landwirtschaftliche Verfahren, ist der Breitbandausbau in der Fläche dringend notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu erhalten.

Studenten

Der Hochschulstandort Lingen ist von großem Vorteil für die gesamte Region. Er bietet jungen Menschen aus der Region die Möglichkeit vor Ort zu studieren, bringt zusätzliche Kaufkraft in die Innenstädte, gewährleistet den örtlichen Unternehmen besseren Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften und schafft perspektivisch ein geeigneteres Umfeld für Unternehmensgründungen. Vor dem Hintergrund dieser Vorteile, ist es Aufgabe der Politik den Standort für Studenten möglichst attraktiv zu gestalten. Ein Schwerpunkt liegt hier in der Schaffung des nötigen Wohnraumes und in der weiteren Belebung der Lingener Innenstadt. Auch mit Hinblick auf das studentische Leben in Lingen ist es wichtig den öffentlichen Personennahverkehr attraktiv zu gestalten. Gelingt dies, werden auch Gemeinden und Stadtteile , die nicht zum Innenstadtkern Lingens zählen zunehmend als Wohnort für Studenten attraktiv.

Gastronomie & Party

Zur Attraktivität einer Gemeinde für junge Leute zählen definitiv das kulturelle Angebot sowie ausreichend Möglichkeit der Freizeitgestaltung. Hiervon sind auch die Möglichkeiten zu feiern und Freunde zu treffen nicht ausgenommen. Um junge Leute an die Region zu binden, ist es notwendig entsprechende Angebote vor Ort zu schaffen und zu erhalten. So müssen entsprechende Räumlichkeiten existieren, in denen Feierlichkeiten ausgerichtet werden können. Hingegen sehen wir insbesondere die allgemeine Sperrstunde nicht als legitimes Mittel an Lärmemissionen entgegen zu wirken. Eine derartige Maßnahme ist pauschalisierend gegenüber allen, die gesittet und mit Spaß ausgehen und dessen Einhaltung ist in ihrem Umfang auch nicht zu gewährleisten.

Please publish modules in offcanvas position.

Free Joomla! template by Age Themes